Kyburz:
Technische Informationen - Normen - Dichtungen

Kyburz® und DIN-Normen
Kyburz® Isolierverbindungen erfüllen alle DIN-Anforderungen, sind CE-zertifiziert und durch Patente geschützt.
Sie
 stoppen vagabundierende Ströme
, unterbinden die Stromentstehung und somit die Elektrokorrosion
 und leiten Überspannung in explosionsgefährdeten Bereichen ab (Ex Trennfunkenstrecke).

DIN 3389
Diese Norm gilt für Anforderungen und Prüfungen von Isolierstücken, auch in Kombination mit Armaturen, die für den Einsatz in Gas- und/oder Wasser-Hausanschlussleitungen geeignet sind.

Niederspannungs-Installations-Norm NIN 2000
In der Niederspannungs-Installations-Norm NIN 2000 werden für Räume der Kategorie 4 (Operationssäle und Intensivstationen) folgende Personenschutzforderungen gestellt:
- Berührungsspannung < 10 mV (NIN 2000; Abs. 7.10.1.6.2)
- Schutztrennung mit Isolationsüberwachung (NIN 2000; Abs. 7.10.1.6.3)

Dichtungs - Materialien
Voltalef: PCTFE (Chlorotrifluoroethylene)

Halar®: ECTFE (Ethylen-Chlortrifluorethylen)

Kalrez: FFKM/FFPM (Perfluorelastomer)

Kyburz Erdungs Konzept
Grundlagen der Erdung
Die Erdung hat zum Ziel, ein definiertes Bezugspotential oder einen Potentialausgleich herzustellen, durch den eine möglicherweise auftretende Spannung kurzgeschlossen wird. Da die Erdung jedoch wie jede andere elektrisch leitfähige Verbindung einen Widerstand aufweist, den sogenannten Erdungswiderstand, bleibt im Fall eines permanenten Stromflusses gemäß dem Ohmschen Gesetz eine Spannung bestehen. Nur in statischen Anwendungsfällen darf daher davon ausgegangen werden, das mit der Erdung jegliche Potentialdifferenz ausgeschlossen ist.

Typische Probleme aufgrund unzureichender Erdungsmassnahmen
Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Erdungssystemen kann es zur Beeinflussung der Erdungssysteme untereinander kommen. Dieses macht sich besonders in städtischen Gebieten mit dichter Bebauung oder in Industrieanlagen bemerkbar. Grossen Einfluss nehmen elektrische Bahntrassen, sowie Umspannanlagen und elektrische Schaltanlagen in der näheren Umgebung. Durch Potentialverschleppungen kommt es zum Auftreten von vagabundieren Strömen. Dies führt dazu, das Anlagen nicht mehr einwandfrei funktionieren. Im schlimmsten Fall können diese Überlagerungen zu Schäden an Erdungen und Versorgungsleitungen führen oder sogar den PEN-Leiter zerstören. Die über die Erdung ins Erdreich abgeleiteten Querströme führen über längere Zeit zu Korrosionen an Rohrleitungen. Entsprechende Auswirkungen hat dies auf alle Rohrleitungen welche Erdungsaufgaben übernehmen.

Herkömmliches Erdungs – Konzept
Bei der Erdung (Fundamenterde) eines Neubaus werden folgende Installationen mit der Erde verbunden:
- Erde der Elektroinstallation im Hausverteilerkasten
- Gasleitung vor und nach dem Gaszähler
- Wasserleitung vor und nach dem Wasserzähler
- Stahlbau wenn vorhanden

Mögliche Gefahren beim herkömmlichen Erdungs – Konzept
1. Ströme kommen von aussen ins Haus:
Über die Wasserleitung und die Gasleitung ist das Haus nach aussen verbunden.
Elektrische Ströme, Potentialunterschiede, Irrströme, vagabundierende Ströme die sich im Umkreis des Hauses in der Erde befinden, können über die Gas- und Wasser- Leitung außerhalb des Hauses in Richtung Haus fliessen, da diese Stahlleitungen für Ströme wesentlich bessere Leitungseigenschaften haben als der Boden. Dies hat zur Folge, das diese Ströme über die Hausinstallation fliessen können, da sie über die Hauserdung eine sehr gute weitere Ableitung finden. Somit entsteht ein Stromfluss in den Leitungen (Wasser und Gas) des Hauses mit folgenden Auswirkungen:
- Korrosionsschäden an den Leitungen (Wasser / Gas)
- Im Extremfall Lochfrass mit Überschwemmung (Wasserleitung) und Explosionsgefahr (Gasleitung).
- Im Wasserboiler kann sich die eingebaute Opferanode schnell verbrauchen
  (schlechter Geschmack des Wassers).
  Nach dem Verbrauch der Anode entsteht im Boiler Lochfrass.
2. Ströme fliessen bei schlechter Ableitung (Null-Leiter mit hohem Widerstand) über die Rohrleitungen im Haus ab.
Der Null-Leiter der vom Haus nach aussen zum Transformator und weiter zum Kraftwerk für den Rückfluss des Stroms verantwortlich ist, kann oftmals einen hohen Widerstand besitzen. In diesem Fall sucht sich der Strom den Weg des geringsten Widerstandes und nutzt die Verbindung Null-Leiter - Erde im Hausanschlusskasten. Über diesen Weg kommt der Strom auf die Hausinstallation (Wasserrohre, Gasrohre...) die hervorragende Leitungseigenschaften haben und nach aussen führen. Der Strom kann so über diese Versorgungsleitungen abfliessen und Korrosion ist die Folge.
3. Auf dem gleichen Weg können auch HF-Signale und Fehlerströme von Schaltnetzgeräten nach aussen abfliessen. Obwohl diese Ströme sehr gering sind, entsteht im laufe der Zeit ebenfalls Korrosion an den Versorgungsleitungen. Darüber hinaus sind diese HF erzeugenden Geräte für den so genannten Elektrosmog verantwortlich.

Lösung gegen Korrosion und Elektrosmog
Das Kyburz – Erdungs – Konzept verhindert ein Fliessen jeglicher Ströme über Wasser- und Gasleitungen aufgrund der elektrischen Auftrennung von Hausnetz und Versorgungsnetz.
Dazu werden in die Wasserleitung die Isolierverschraubung Kyburz KD-W-R und in die Gasleitung das Isolierstück Kyburz KD-G-F eingebaut. Mit dieser einfachen Massnahme wird die Hausinstallation vor Korrosion geschützt.

Zeichnung: Einsatz eines Kyburz Isolierstückes beim Hauswasser-Anschluss

 

Erläuterung Kyburz Code:
KD - Kyburz
I    -  IALAG

H    - Holländer
M    - Muffe
L     - Verbinder

D    - doppelt isoliert
S    - einfach isoliert

R    - Gewinde
F    - Flansch
S    - Schweissende

W    - Wasser
HW  - Heiss Wasser
G     - Gas
HD   - HochDruck

H    - Halar beschichtet (Chemie)
C    - Chromstahl
F    - Stahl
M    - Messing

 

Verwendeter Edelstahl: V4A (1.4404 / 1.4571)

Ansprechdruck Rückhaltefeder im Sieb: 20 mbar